Blinde sehen, Lahme gehen - Medizintechnik an der Grenze des Möglichen

Referent/in

Prof. Dr. Hugo Hämmerle; Prof. Dr. rer. nat. Volker Bucherweitere Beiträge der/s Referenten/in

Beitragsreihe

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Datum

24.11.2011

Beschreibung

Vortrag von: Prof. Dr. Hugo Hämmerle; Prof. Dr. rer. nat. Volker Bucher

Prof. Dr. Hugo Hämmerle und Prof. Dr. Volker Bucher vom NMI – Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut Reutlingen – zeigen in ihrem Vortrag den Weg von der Forschung bis zu den klinischen Anwendungen auf. Zudem berichten die Referenten über die Sehergebnisse und Erwartungen der Patienten.

Prof. Dr. Hugo Hämmerle ist seit 1987 am NMI an der Universität Tübingen beschäftigt und hat die biologischen Arbeitsgruppen aufgebaut. Seit Februar 2008 ist er Leiter des Instituts. Er ist Miterfinder bei 74 Schutzrechtsanmeldungen und erteilten Patenten. Sein Bestreben ist der Transfer von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in die Wirtschaft z. B. durch die Zusammenarbeit mit Firmen in der Forschung oder durch Firmengründungen wie z. B. die TETEC AG und die Retina Implant AG.

Prof. Dr. rer. nat. Volker Bucher leitet seit 2011 die Arbeitsgruppe Mikromedizintechnik am NMI. Hier widmet er sich aktuellen Forschungsthemen im Bereich Materialien und Oberflächen für Medizinprodukte. Diese Tätigkeit ist als Doppelfunktion gekoppelt mit einer sogenannten 50%-„shared Professorship“ im Bereich Materialien und Oberflächentechnologien für die Medizintechnik am Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen.

zum Thema:

Ein uralter Traum der Menschheit – Blinde wieder sehend zu machen – rückt in den Horizont des Machbaren. Grundlagen sind intelligente Implantate, die Nervenzellen mittels elektrischer Ströme stimulieren. Der Vortrag „Blinde sehen, Lahme gehen. Medizintechnik an den Grenzen des Möglichen“ mit Prof. Dr. Hugo Hämmerle und Prof. Dr. Volker Bucher beginnt am Donnerstag, 24. November 2011, um 19 Uhr. Die Veranstaltung findet am Hochschulcampus Tuttlingen statt und ist kostenfrei.

Eine erstmals, weltweit durchgeführte Studie der Universitätsaugenklinik Tübingen zeigt: ein unter die Netzhaut eingepflanzter, lichtempfindlicher Chip kann bei erblindeten Menschen Sehleistungen wiederherstellen! Das Sehen der Patienten reicht bis zur Erkennung von Buchstaben und Wörtern.

Das von der Retina Implant AG, Reutlingen, hergestellte Implantat besitzt als zentrales Element einen drei mal drei Millimeter großen mikroelektronischen Chip mit 1500 lichtempfindlichen Photodioden und Verstärkern. Diese Bauteile wandeln die Lichtinformationen in elektrische Impulse um und leiten diese über ein Raster von Mikroelektroden an die Netzhaut weiter.

Tags

Medizintechnik

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